Vom Sanierer zum Freizeit-Gestalter: Warum Dr. Oliver Wieser bei der Holding Freizeit auf Lebensqualität, neue Ideen und starke Teams setzt.
Oliver Wieser ist keiner, der lange über Probleme redet. Er spricht lieber über Möglichkeiten. Vielleicht ist das kein Zufall. Der gebürtige Grazer hat einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn damit verbracht, Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln und auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Heute steht er an der Spitze der Holding Freizeit Graz – jenes Unternehmens, das mit dem Schöckl, den Grazer Bädern, dem Schloßberg, dem Hilmteich, dem Thalersee und zahlreichen weiteren Einrichtungen für einen wesentlichen Teil der Lebensqualität in der Stadt verantwortlich ist. Eine Aufgabe, die ihn sofort begeistert hat. „Freizeit ist ein Produkt, das jeder haben will. Das muss man niemandem verkaufen.“
Genau darin liegt für ihn der besondere Reiz seiner neuen Funktion. Nach vielen Jahren in der Privatwirtschaft wollte er noch einmal etwas Neues wagen – bewusst in Graz, bewusst in seiner Heimat.
Der studierte Betriebswirt startete seine Karriere im Finanzbereich, bevor er sich über viele Jahre auf Restrukturierungs- und Transformationsprozesse spezialisierte. Unternehmen neu aufzustellen, Abläufe zu modernisieren und Organisationen zukunftsfit zu machen, wurde zu seinem beruflichen Schwerpunkt. Zuletzt war er in der Automobilbranche tätig und begleitete dort umfassende Modernisierungsprozesse. Erfahrungen, die ihm nun auch bei der Holding Freizeit zugutekommen. Dabei versteht sich Wieser keineswegs als klassischer Verwalter. Vielmehr sieht er seine Aufgabe darin, Potenziale sichtbar zu machen und Menschen für gemeinsame Ziele zu begeistern.
„Das ist etwas, das ich besonders gerne mache“, sagt er. „Mitarbeiter mitzunehmen, zu motivieren und gemeinsam etwas weiterzuentwickeln.“ Umso positiver überrascht war er von seinem ersten Eindruck innerhalb der Holding Freizeit.
„Die Motivation der Mitarbeiter und Führungskräfte war für mich von Anfang an spürbar. Der Wille, Ideen einzubringen und etwas zu bewegen, ist enorm.“ Für Oliver Wieser ist genau das die wichtigste Voraussetzung für Erfolg. Denn neue Ideen entstehen nicht in Organigrammen, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und gestalten wollen.
Fragt man den neuen Geschäftsführer, wie er die Holding Freizeit in drei Begriffen beschreiben würde, kommt die Antwort ohne langes Überlegen: „Berg. Wasser. Kulinarik.“
Dahinter verbirgt sich ein breites Angebotsspektrum, das viele Grazer oft ganz selbstverständlich nutzen. Von der Schöcklbahn über die Auster und die Freibäder bis hin zum Schloßbergrestaurant, dem Café Rosenhain, dem Hilmteich oder dem Thalersee.
Gerade diese Vielfalt sieht Oliver Wieser als eine der größten Stärken des Unternehmens. „Wir haben unglaublich viele gute Angebote. Viele davon sind bekannt, andere könnten noch stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden.“ Besonders die Bäderlandschaft mit der Auster, dem Bad zur Sonne, dem Augartenbad, dem Stukitzbad, dem Margaretenbad oder dem Bad Straßgang sei ein wichtiger Bestandteil der Grazer Lebensqualität.
Dabei gehe es nicht nur um Schwimmen oder Wellness. Oft seien es die kleinen Besonderheiten, die Menschen begeistern. Oliver Wieser nennt als Beispiel die Themen-Aufgüsse in den Saunabereichen. „Wir haben hervorragende Saunameister. Manche Gäste kommen ganz gezielt wegen bestimmter Aufgüsse zu uns.“
Stillstand ist für Ihn keine Option. Auch wenn Bewährtes erhalten bleiben soll, müsse man immer wieder Neues ausprobieren. Ein Beispiel dafür ist Teqball – eine Mischung aus Fußball und Tischtennis –, die heuer in mehreren Grazer Freibädern angeboten wird. Gerade junge Menschen seien offen für neue Trendsportarten und Freizeitangebote. „Natürlich wird nicht jede Idee sofort ein Erfolg. Aber wenn man nichts ausprobiert, wird man auch nichts weiterentwickeln.“ Ähnlich sieht er die Zukunft des Schöckls. Der Grazer Hausberg sei weit mehr als nur ein Wanderziel. Gleichzeitig gelte es, seine besondere Atmosphäre zu bewahren. „Der Schöckl soll kein Disneyland werden“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Statt spektakulärer Großprojekte setzt er auf eine behutsame Weiterentwicklung. Neue Angebote ja – aber immer mit Respekt vor Natur, Landschaft und regionaler Identität.
Für Oliver Wieser geht es letztlich um weit mehr als einzelne Standorte oder Freizeitangebote. Er sieht die Holding Freizeit als wichtigen Baustein für die Zukunft der Stadt. „Unser Ziel ist es, einen wesentlichen Beitrag dazu zu leisten, dass Graz eine lebenswerte Stadt bleibt – oder vielleicht sogar noch lebenswerter wird.“ Dabei spielen der Schloßberg und der Schöckl ebenso eine Rolle wie die Grazer Bäder, die Naherholungsgebiete oder die gastronomischen Betriebe. Es gehe darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen entspannen, Sport treiben, Zeit mit ihren Familien verbringen oder einfach einmal durchatmen können.
Trotz seiner Managementkarriere ist Oliver Wieser tief in Graz verwurzelt. Seit Jahren engagiert er sich als Obmann des Grazer Sportklubs und setzt sich mit großer Leidenschaft für den Nachwuchssport ein. Fast 300 Kinder und Jugendliche trainieren dort regelmäßig. Für Ihn ist Sport weit mehr als körperliche Betätigung. Er vermittelt Werte, schafft Gemeinschaft und bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen. Ein weiteres Herzensprojekt ist das Hallenfußballturnier des Lions Club Graz, das er gemeinsam mit engagierten Partnern aufgebaut hat. Die Veranstaltung hat sich längst zum größten Hallenfußballturnier Österreichs entwickelt. Jahr für Jahr kommen mehr als 3.000 Besucher in den Sportpark Graz, um ehemalige Größen von Sturm Graz, GAK, Austria Wien und anderen Traditionsvereinen zu erleben. Der gesamte Erlös fließt in soziale Projekte. „Etwas zurückzugeben, ist mir wichtig“. Und wie verbringt jemand seine Freizeit, der beruflich für Freizeit verantwortlich ist? Die Antwort fällt unkompliziert aus: möglichst aktiv. Gemeinsam mit seiner Familie und seinem Tibetterrier Car-Kha ist Wieser gerne in der Natur unterwegs. Auch der Sport nimmt weiterhin einen wichtigen Platz in seinem Leben ein. Wenn er abschalten möchte, zieht es ihn oft in die Südsteiermark. Dabei hat er durchaus internationale Erfahrung gesammelt, in Irland und England studiert und beruflich viele Regionen kennengelernt.
Trotzdem kommt er immer wieder zum gleichen Schluss: „Das Gute liegt oft ganz nah.“
Ein Satz, der vielleicht nicht nur seine persönliche Haltung beschreibt, sondern auch seine Vision für die Holding Freizeit Graz. Die schönsten Erlebnisse müssen nicht weit entfernt sein. Oft liegen sie direkt vor der eigenen Haustür – am Schöckl, am Schloßberg oder an einem Sommertag im Freibad.
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