Die Urologie ist viel mehr als ein Fachgebiet für Männer – sie ist eine spannende, hochmoderne und zutiefst menschliche Disziplin. Dozent Conrad Leitsmann verbindet medizinische Exzellenz mit Empathie und einem klaren Blick für die Bedürfnisse seiner Patienten. In diesem Gespräch nimmt er uns mit in seine Welt – von moderner Hightech-Medizin über sensible Themen bis hin zu sehr persönlichen Einblicken, die zeigen, was ihn antreibt.
Wer Dozent Conrad Leitsmann begegnet, merkt sofort: Hier sitzt nicht nur ein exzellenter Mediziner, sondern auch ein Mensch, der seinen Beruf mit Herz ausübt. Wenn er über die Urologie spricht, dann tut er das mit einer Mischung aus Begeisterung, Fachwissen und Menschlichkeit, die ansteckend ist.
„Viele denken bei Urologie sofort an Männerheilkunde“, sagt er mit einem Schmunzeln. „Tatsächlich ist die Urologie aber ein unglaublich breites Fachgebiet. Wir kümmern uns um Nieren, Harnleiter, Blase, Hoden, Prostata und den Penis. Wir behandeln Kinder mit angeborenen Fehlbildungen ebenso wie ältere Patienten – und das Spektrum reicht von gutartigen Beschwerden bis hin zu komplexen Tumorerkrankungen.“
Gerade das macht für ihn den Reiz aus: die Vielfalt. Ob es um Nierensteine geht, die mit modernsten Methoden entfernt werden können, oder um Harninkontinenz, die dank individueller Abklärung und Therapie heute viel besser behandelbar ist – Dozent Leitsmann nimmt sich Zeit, alles verständlich zu erklären. „Es ist mir wichtig, dass Patienten verstehen, was in ihrem Körper passiert. Nur so können wir gemeinsam die beste Lösung finden.“
Ein Herzensthema ist für ihn die Prostata-Vorsorge. „Je nach Risikoprofil sollten Männer ab 45 beziehungsweise 50 Jahren starten. Heute steht uns mit der Magnetresonanztomografie eine moderne Methode zur Verfügung, die unnötige Biopsien vermeiden hilft. Das macht die Vorsorge deutlich angenehmer.“
Auch Tabuthemen wie Erektionsstörungen oder Fruchtbarkeitsfragen spricht er offen an. „Viele Männer sind erleichtert, wenn sie merken, dass sie damit nicht allein sind. Ein geschütztes Gespräch ist oft der erste Schritt zur Besserung.“
Die Technik spielt in der Urologie eine große Rolle – und hier ist Dozent Leitsmann ganz in seinem Element. Minimalinvasive und roboterassistierte Eingriffe, die schnelle Erholung ermöglichen, sind an seiner Klinik längst Alltag. „Die Präzision dieser Verfahren verbessert nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Lebensqualität der Patienten“, erklärt er begeistert.
Besonders am Herzen liegt ihm die Aufklärung über Blasenkrebs. „Die wenigsten wissen, dass Rauchen der größte Risikofaktor ist – selbst Jahre nach dem Rauchstopp bleibt ein erhöhtes Risiko bestehen. Blut im Urin sollte deshalb nie ignoriert werden – egal, ob bei Männern oder Frauen.“
Dozent Leitsmann ist nicht nur Mediziner, sondern auch Vordenker. Wenn er einen Blick in die Zukunft wagt, sieht er eine Urologie, die immer individueller wird. „Schon heute können wir Therapien maßschneidern. In 20 Jahren wird das noch ausgefeilter sein – und künstliche Intelligenz wird uns bei Diagnostik und Dokumentation entlasten. Aber der persönliche Kontakt, das Gespräch von Mensch zu Mensch, wird nie ersetzt werden.“
Besonders bewegend findet er die Arbeit mit Patienten, die trotz schwerer neurologischer Erkrankungen ihr Leben positiv gestalten. „Sie zeigen uns, wie wichtig es ist, Mut zu machen und Perspektiven zu eröffnen.“
Sein Weg in die Medizin begann schon früh: „Während meines Zivildienstes auf einer neurologischen Station habe ich gelernt, was es heißt, für schwerkranke Menschen da zu sein. Da wusste ich: Das ist mein Weg.“ Auf diesem Weg prägten ihn sein Vater, selbst Arzt, und sein heutiger Vorstand, Professor Ahyai. „Von beiden habe ich gelernt, dass fachliche Exzellenz und Menschlichkeit Hand in Hand gehen müssen.“
Trotz aller Technik verliert er nie das Wesentliche aus dem Blick: den Menschen. „Ich sage meinen jungen Kollegen oft: Nur wir wollen im Krankenhaus sein – der Patient nicht. Deshalb sind Empathie und klare Kommunikation genauso wichtig wie medizinische Expertise.“
Privat tankt Dozent Leitsmann Kraft in der Natur – und in der Küche. „Kochen ist meine große Leidenschaft. Nach einem langen Tag gibt es nichts Schöneres, als meiner Familie ein frisch zubereitetes Essen zu servieren. Denn größte Glück ist für mich, nach Hause zu kommen und dort mit einem Lächeln von allen empfangen zu werden.“ Wenn er nicht Arzt geworden wäre, sagt er, wäre er wohl Koch geworden – die Kreativität hätte er in beiden Berufen.
Und was wünscht er sich für die Zukunft? „Dass Patienten uns immer als Partner auf Augenhöhe sehen können, dass wir Medizin menschlich halten – und dass ich in 30 Jahren zurückblicken kann und sagen darf: Ich war nicht nur ein guter Arzt, sondern auch ein guter Mensch.“
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